Der dritte Spieltag der Herren-Landesliga führte unsere Mannschaft nach Oberneuland. Vier Partien gegen Gegner unterschiedlicher Spielstärke standen auf dem Plan – entsprechend klar war die Marschroute: Für jeden Gegner die passende Strategie wählen und dabei stets den gesamten Spieltag im Blick behalten. Gegen die starken Teams wie Oberneuland III im Auftaktspiel und später Frellstedt II sollte defensiv gearbeitet, über Konter agiert und vor allem Kräfte geschont werden, um in den entscheidenden Begegnungen voll angreifen zu können.
Im ersten Spiel gegen Oberneuland III gelang es zwar, das Tempo phasenweise zu kontrollieren, doch die erhofften Konter kamen nicht durch. Die Quittung war ein deutliches 0:14. Auch gegen Bremen im zweiten Spiel setzte man auf eine abwartende Strategie und hoffte auf Fehler des Gegners. Bremen zeigte sich jedoch bestens vorbereitet, hatte auf jede taktische Idee eine Antwort und gewann am Ende klar mit 11:0. Gegen Frellstedt II hielt Laatzen zunächst stabil dagegen, ehe ein Bruch im Spiel für klare Verhältnisse sorgte – Endstand 0:12.
Nach drei deutlichen Niederlagen war im letzten Spiel gegen Oberneuland IV vor allem die Moral gefragt. Doch genau hier zeigte sich die Entwicklung der Mannschaft. Da auch Oberneuland bereits drei intensive Partien absolviert hatte, wurden Schwachstellen analysiert und ein mutiger Plan gefasst: hohes Tempo, konsequentes Pressing, kontrollierter Ballbesitz und permanenter Druck. Die Partie entwickelte sich zum absoluten Highlight des Tages. Laatzen kontrollierte weite Strecken des Spiels, ging mehrfach in Führung, musste jedoch stets den Ausgleich hinnehmen. Mit einem Gegentor in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit stand es 2:2, und auch nach erneutem Führungs- und Ausgleichstreffer endete das hochspannende und jederzeit faire Duell mit 3:3.
Statt sich über vermeintlich verlorene Punkte zu ärgern, überwog auf beiden Seiten der Respekt vor der Leistung des jeweils anderen. Nach dem Abpfiff wurden mannschaftsübergreifend Tipps ausgetauscht und sogar gemeinsam trainiert – ein starkes Zeichen für Fairness und sportliche Freundschaft. Unsere Jungs reisten erschöpft, aber zufrieden und mit vielen neuen Impulsen im Gepäck ab. Dieser Punktgewinn war mehr als nur ein Zähler in der Tabelle – er war ein sichtbarer Schritt nach vorn.





